
Das Kolerschloss in
Neunhof –
Ein Ort mit Geschichte
Zwischen Vergangenheit, Leidenschaft und Erhalt.
Auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Wehranlage, die im Jahr 1552 während des Zweiten Markgrafenkriegs zerstört wurde, ließ Johann Carl von Welser im Jahr 1749 das heutige Kolerschloss errichten. Anlass war seine Heirat mit einer Witwe aus dem alten Nürnberger Geschlecht der Koler –
so erhielt das Schloss nicht nur seinen Namen, sondern auch seine symbolische Verbindung zweier Familiengeschichten.
Bis 1978 befand sich das Anwesen im Besitz der Welser’schen Familienstiftung und diente über Generationen hinweg als Sommerresidenz der Familie. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss zur Unterbringung amerikanischer Soldaten genutzt – Spuren dieser Zeit lassen sich bis heute an einzelnen Stellen im Haus entdecken.
Nach Kriegsende wurde das Gebäude zur Zuflucht für zahlreiche Flüchtlingsfamilien, von denen sich viele dauerhaft in der Umgebung niederließen. In den folgenden Jahren verfiel das einst prächtige Anwesen zusehends – bis es 1979 schließlich im unrestaurierten Zustand von der Familienstiftung veräußert wurde.
Brigitte Lemke Kellner und ihre Familie erkannten den historischen Wert dieses einzigartigen Bauwerks und machten es zu ihrem Lebensprojekt. Trotz familiärer und beruflicher Verpflichtungen widmete sie sich gemeinsam mit Michael Grebe über viele Jahre hinweg mit großer Hingabe der aufwendigen Restaurierung – Schritt für Schritt und stets mit dem Ziel, den ursprünglichen Charakter des Kolerschlosses zu bewahren.
Heute steht das Schloss als eindrucksvolles Zeugnis fränkischer Baukunst und jahrzehntelanger Restaurierungsarbeit da – ein Ort voller Geschichte, Atmosphäre und Möglichkeiten.


